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Verfahren gegen Schwazer eingestellt - Kritik an WADA und World Athletics

Verfahren gegen Schwazer eingestellt - Kritik an WADA und World Athletics

Ein Zivilgericht in Bozen hat das Strafverfahren wegen Sportbetrugs gegen den italienischen Geher-Olympiasieger Alex Schwazer eingestellt.


Richter Walter Pelino konnte laut übereinstimmenden italienischen Medienberichten kein Fehlverhalten des wegen Dopings gesperrten 36-Jährigen feststellen. Pelino kritisierte stattdessen den Leichtathletik-Weltverband World Athletics und die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) für ihre angeblich "undurchsichtige" Vorgehensweise. Das Gericht geht davon aus, dass die am 1. Januar 2016 von Schwazer abgegebene Urinprobe manipuliert wurde, um ein positives Ergebnis zu erzielen.

Die WADA zeigte sich in einer Reaktion "entsetzt über die rücksichtslosen und grundlosen Anschuldigungen" durch den Richter. Man habe im Verfahren "erdrückende Beweise" vorgelegt, die von Experten bekräftigt worden seien.

"Opfer eines Komplotts"

In Schwazers Probe waren anabole Steroide nachgewiesen worden. Der Südtiroler Schwazer beteuerte stets seine Unschuld und behauptete, Opfer eines Komplotts geworden zu sein.

Schwazer war 2012 kurz vor den Sommerspielen in London positiv auf EPO getestet worden. Kurz nach Ablauf seiner vierjährigen Sperre wurde der 50-km-Olympiasieger von Peking 2008 schließlich 2016 erneut positiv getestet und verbüßt derzeit die daraufhin verhängte Sperre von acht Jahren.



"Nach viereinhalb Jahren hat endlich die Gerechtigkeit gesiegt. Ich werde nicht all das vergessen können, was mir widerfahren ist", sagte Schwazer: "Dieser Richterspruch ist jedoch eine Entschädigung für all das, was ich in diesen Jahren erlitten habe."

Mit dem Erfolg vor dem Zivilgericht im Rücken fühlt sich Schwazer bestärkt, weiter für die Spiele in Tokio in diesem Sommer zu trainieren: "Ich möchte meine Karriere so beenden, wie ich das will. Nicht, wie andere es wollen."



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