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„Man kann weiterlaufen, auch wenn man stolpert“

„Man kann weiterlaufen, auch wenn man stolpert“

Michael Phelps hat 23 Mal Gold bei Olympischen Spielen und 26 Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften gewonnen. Aber er hatte auch mit Depressionen zu kämpfen und dachte daran, sich das Leben zu nehmen. Über die Hintergründe spricht er im Interview. Auch darüber, dass er heute ein glücklicher Rentner ist. SOCRATES traf den besten Schwimmer der Geschichte in Baltimore.


Michael, nach einigen Aufs und Abs beendeten Sie Ihre Karriere 2016 auf dem Höhepunkt. Wie kam der Entschluss zustande?

Ich bezeichne mich selbst als „Prozessmenschen“. Natürlich liebe ich gute Ergebnisse, aber ich war nie besonders ergebnisorientiert. Zum Ergebnis gelangt man durch den Prozess – oder: Der Weg ist das Ziel. Dieser Weg, die Zeit, die vergeht, die Erfahrungen, die man sammelt, während man von einem Punkt zum anderen geht, das sind die wichtigsten Sachen. Denn sie sind es, die mich zu dem gemacht haben, der ich bin. Selbstverständlich ist es wichtig, ob ich am anderen Punkt ankomme oder nicht, aber genauso wichtig ist eben auch der Weg dorthin selbst. Und jeder noch so winzige Schritt hat seinen Anteil an meinem Erfolg gehabt. Das ist vergleichbar mit den unzähligen Ziegelsteinen, die am Ende ein Gebäude ergeben. Man muss sein Talent dauernd nähren, indem man viel arbeitet.

Erzählen Sie uns von den Ziegelsteinen.

In meiner Kindheit ging ich an jedem Tag, an dem ich nicht zum Training ging, den Leuten auf die Nerven. Auch als Erwachsener war ich nicht anders. Wenn ich aus irgendeinem Grund nicht trainiert habe, war ich immer unausstehlich. Eigentlich hat all das mit den Bedingungen, in denen ich aufgewachsen bin, mit meiner Ausbildung und den Trainingstechniken, die ich mir angeeignet habe, zu tun. Als ich mit dem Schwimmen anfing, hat mir mein Trainer beigebracht, wie ich im Becken die höchste Leistung erzielen kann. Das war für mich die erste und größte Herausforderung. Ich musste bei null anfangen und jeder Eventualität nachgehen. Jeden Zug, jeden Schwimmstil musste ich wiederholen, neu lernen, immer wieder probieren, bis ich darin perfekt und auch maximal effizient geworden war. Wenn man das aber einmal gelernt hat, läuft der Rest wie geschmiert, das ist dann wie ein entspannter Segeltörn.



Wie bitte?

Glauben Sie mir bitte kein Wort, wenn ich sage, dass es einfach war. Es scheint nur im Rückblick so zu sein. Es war definitiv nicht einfach. Wir sind hier in Baltimore, der Stadt, in der Sie geboren wurden und aufgewachsen sind. Baltimore ist eine Arbeiterstadt, in der viele Menschen alltäglich hart kämpfen müssen.

Inwiefern hatte Ihre Herkunft Einfluss auf Ihre Entwicklung?

Ich glaube, jeder muss auf seinem Weg Schwierigkeiten bewältigen. Ich bin in einem relativ wohlhabenden Viertel Baltimores aufgewachsen. Ich hatte auch familiäre Probleme. Die Frage ist immer, wie man mit Widrigkeiten umgeht. Ich begegne vielen Athleten. Alle haben mir von den schwierigen Momenten in ihrem Leben erzählt, die sie überstehen mussten, und erklärten, dass diese für sie Erfahrungen waren, die sie weiterbrachten. Das gilt auch für mich. Manche Hürden kann man tatsächlich nicht überwinden, aber man kann weiterlaufen, auch wenn man gestolpert ist. Man kann sich auch Hilfe suchen. Für mich ist wichtig, dass man einen solchen Prozess gründlich und nicht oberflächlich angeht. Man hat sich mit diesen Momenten auseinanderzusetzen, denn sie prägen dich.

Sie sprechen von Prozessen, vom Weg und von Zeit. Haben Ihre Nachfolger die Mentalität, um dies zu verinnerlichen und wertzuschätzen? Alles scheint sich vielmehr um Geschwindigkeit zu drehen.

Was das Talent angeht, mache ich mir keine Sorgen. Aber ob sie den ganzen Weg gehen wollen, da bin ich mir nicht so sicher. Im Sport habe ich einiges gesehen. Ich kann über das Schwimmen sprechen. Ich sehe manchmal Sportler aus der neuen Generation, die sich einbilden, ihre Ziele ohne physische Qualen erreichen zu wollen. Sorry, das geht nicht. Ohne die Reise mit all den guten und schlechten Zeiten hinter sich zu haben, ohne bestimmte Sachen überwunden zu haben, wird es nicht passieren. Physische Schmerzen und psychische Notlagen sollen einen reifer machen und dazu führen, dass man sich mit sich selbst auseinandersetzt. Wenn man sein ganzes Potenzial ausschöpfen will, muss man diese Reise, von der ich spreche, hinter sich bringen. Ansonsten wird man die Chance nicht nutzen können. Als Beobachter werde ich Zeuge von Geschichten, die mich unglücklich stimmen, denn ich sah Sportler, die sich mit jenem Prozess schwertaten. Ich sah, wie sie die Chance, die sich ihnen bot, verpassten, weil sie ihre Komfortzone nicht verlassen wollten. Die Reise verändert dich grundsätzlich, aber sie wollen sich nicht ändern. „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“, hat Einstein gesagt. Es enttäuscht mich, dass bei Sportlern aus der neuen Generation zu sehen. 

Anfang der 2010er Jahre oder nach Ihrem Sieg gegen Milorad Čavić 2008 wurde viel über die neuen Badeanzüge und die Rolle der Technologie im Sport diskutiert. Was denken Sie denn über die Integration der Technologie in den Sport und ihre Rolle in Ihrer Karriere?

Technologie hat mir in Hinblick auf bestimmte Sachen, zum Beispiel mit Badeanzügen und Trainingstechniken bestimmt geholfen. Schließlich ist sie Teil des großen Ganzen. Aber es gibt auch Sachen, bei denen man sich von der Technologie keine Hilfe erhoffen kann. Zum Beispiel hat es nichts mit Technologie zu tun, dass man jeden Tag in sich die Kraft findet, in den frühen Morgenstunden ins Schwimmbecken zu springen und zu trainieren. Es gibt Tage, an denen man nach dem Aufwachen das Bett gar nicht verlassen will. Aber man muss an sich selbst glauben. Es mag klischeehaft klingen, aber alles beginnt damit, dass man seinem Talent und dem, was man schaffen kann, vertraut. Es ist nicht immer einfach, weiter zu machen. Sie haben ja Čavić erwähnt. Ich drehte mich in Peking 2008 an einem bestimmten Punkt zu meinem Trainer und sagte: „Ich habe keine Energie mehr.“ Ich habe Čavićs Worte gehört und das hat mich zusätzlich motiviert. So bin ich am Morgen jenes Wettkampfs mit extra Motivation aufgestanden. Ich habe es ja schon einmal gesagt; mit nacktem Auge sah es so aus, als hätte Čavić gewonnen. Aber ich wusste, dass die letzten Meter für ihn anstrengend waren. Deswegen habe ich mir Energie für die letzten Meter aufgehoben. Wenn ich zurückblicke, bin ich mir sicher, dass ich gewonnen habe. Mit oder ohne Technologie…

Nach den Spielen 2012 in London zogen Sie sich mit gerade 27 Jahren zurück, ehe Sie 2014 Ihr Comeback gaben. Wie kam es dazu?

Ich wollte mir nichts vorwerfen, nichts bereuen müssen. Als ich 2014 zum Schwimmen zurückkehrte, hatte ich das Gefühl, dass ich noch ein paar Dinge zu Ende bringen musste. Ich wollte noch einmal, diesmal unter meinen eigenen Bedingungen, erfolgreich werden. Als ich 2012 zurücktrat, hatte ich mich innerlich vom Sport abgewandt. Es war zu einem Problem geworden, jeden Morgen aufzustehen. Ich musste dieses Hamsterrad verlassen und brauchte eine Pause. Ich musste mich erst wieder daran erinnern, wie man den Prozess genießt. Ich wollte den Schwimmanzug weglegen und dann zum richtigen Zeitpunkt wieder anziehen. Ich habe die Zeit zwischen 2014 und 2016 sehr genossen. Der Aufstieg ist immer besser oder einfacher. Das ist für mich die beste Art zu reisen. Auf dem Gipfel des Berges zu bleiben, ist das Schwierigste. Deswegen waren die letzten zwei Jahre meiner Karriere einfacher. 

Ich glaube, es handelt sich dabei eher um eine innere Reise…

Auf jeden Fall. Denn ich musste mich mit meinen mentalen Problemen und Fehlern auseinandersetzen. Lange hatte ich es mit einer Angststörung und Depressionen zu tun. Dies öffentlich zu machen, befreite mich teilweise von der Last auf meinen Schultern. Ich wollte nicht so sein, wie die Menschen mich sehen wollten, sondern musste mir erlauben, zum ersten Mal ich selbst zu sein. Ich wollte ohne Schleier oder Tarnung nur ich selbst sein. Mit meinen Schwächen und Verletzlichkeiten, ohne das ganze Make-up. Indem ich die Probleme, über die ich bis dahin kein Wort verloren hatte, anderen mitteilte und darüber sprach, konnte ich jenen Prozess hinter mir lassen. Es war zwar nicht einfach, meine alten Gewohnheiten loszuwerden und mich mit mir selbst auseinanderzusetzen, aber es war das Beste, was ich je getan habe. Es war wie ein Geschenk an mich selbst. Ich war nämlich mit dem, was ich im Spiegel sah, nicht mehr zufrieden. Jenen Michael mochte ich nicht. Lange Zeit hatte ich mich ausschließlich als Schwimmer gesehen, nicht als Menschen.

„Sagt Dirk, er ist der Größte“

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Die Welt verneigt sich vor ihm, doch Dirk Nowitzki ist sein Heldenstatus suspekt. Schriftsteller Thomas Pletzinger hatte die Legende einen Sommer lang begleitet. Für SOCRATES schrieb er seine Beobachtungen auf.

Niemand verliert gern. Wie kommen Sie damit zurecht, dass Ihre 100- und 200-Meter- Schmetterling-Weltrekorde gebrochen wurden?

Verlieren gehört zum Sport. Ich habe daraus immer zusätzliche Motivation geschöpft. Ich habe nicht viele Wettkämpfe verloren, aber deswegen war ich zu mir umso härter, wenn es doch einmal passiert ist. Mittlerweile kann ich nichts mehr dagegen unternehmen. Ich kann meine Rekorde nicht zurückholen. Als der 100-Meter-Schmetterling-Rekord gebrochen wurde, rief ich meinen ehemaligen Trainer Bob Bowman an. Ich sagte: „Wenn die 400 Meter Freistil fallen, fangen wir wieder mit dem Training an.“ Das war natürlich ein Scherz. Einige Rekorde halte ich ja noch, die müssen erst gebrochen werden.

Wie wirkten sich Ihre mentalen Probleme damals auf Training und Wettkämpfe aus?

Zu trainieren half mir sogar. Ich konnte meine Gedanken währenddessen von allen Problemen außerhalb des Schwimmbeckens und in meinem Kopf fernhalten. Das Schwimmbecken war schon immer der Ort, wo es mir am besten ging. Aber wenn ich aus dem Wasser kam, funktionierten die Sachen nicht mehr so, wie ich geplant hatte. Nach den jeweiligen Sommerspielen, das ging schon 2004 in Athen los, erlebte ich diese dunkle Zeit. In Wettkampfphasen, wenn ich aktiv schwamm, konnte ich alles ganz scharf trennen. Ich wusste sehr gut, was ich für die Goldmedaille oder den Erfolg machen musste. Ich konnte mit dem Druck dort umgehen. War ein Wettkampfzyklus zu Ende, fiel ich ins Leere. Ich war nicht eben erfolgreich darin, mein Leben zu managen. Die Zeit nach der zweiten Strafe, die ich 2014 wegen Alkohols am Steuer erhalten habe, war für mich eine sehr schlimme Erfahrung, doch mit der Rehabilitation trat ich in eine andere Phase ein. Ich musste mich mit allen Dämonen, Stimmen, Schwierigkeiten und Problemen in meinem Kopf auseinandersetzen. Das war eine Sache, die zeigte, dass in meinem Leben einige Sachen schiefgelaufen waren. Zunächst versuchte ich, die Gründe dafür herauszufinden, doch ich rutschte in eine noch tiefere Phase der Depression, in der ich daran dachte, mir das Leben zu nehmen. Ich kam kaum noch aus dem Bett. Das machte mir große Angst. Letztendlich habe ich mich mit allem auseinandergesetzt und irgendwie musste ich da durch, um weiterzuleben.

Der Artikel erschien zuerst in Ausgabe #42: Jetzt nachbestellen

Sie haben andere Sportler, wie Grant Hackett, unterstützt, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben wie Sie.

Ja, genau. Ich versuchte ihnen so gut ich konnte zu helfen, sich zu öffnen und sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, indem ich ihnen von meinen eigenen Erfahrungen und mentalen Problemen erzählte. Wir Sportler wachsen in einem Umfeld heran, in dem es als Schwäche erscheint, um Hilfe zu bitten und zuzugeben, dass wir Probleme haben und verletzlich sind. Viele Sportler rutschen nach einem sportlichen Höhepunkt in die Depression. Aus diesem Grund mache ich Bewusstseinsarbeit für Sportler. Gemeinsam mit Experten kümmere ich mich zudem um Jugendliche, denn diese Probleme beginnen bereits sehr früh.

Es gab und gibt viele berühmte Athleten. Was ist aber das gewisse Etwas, das die ganz Großen ausmacht?

Meiner Meinung nach besteht der Unterschied zwischen sehr guten und großen Sportlern darin, dass große Sportler etwas auch dann tun, wenn ihnen nicht danach ist. Wenn Sie mich fragen würden, ob alle morgens mit großer Freude zum Training gehen, würde ich nein sagen. Manchmal kommt man nicht aus dem Bett. Aber wenn man sich dazu zwingt aufzustehen, hat man zumindest die Chance, einer der Besten zu werden. Ich war in dieser Hinsicht mir selbst gegenüber sehr streng. Manchmal stand ich sogar nach einer Goldmedaille unbefriedigt auf dem Podium, da ich nicht so schnell gewesen war, wie ich mir vorgenommen hatte. Während der Vorbereitung für große Meisterschaften schrieb ich mir für jeden Wettkampf eine Zeit auf. Aber das waren Zeiten, die außer mir niemand hätte erreichen können. Ich versuchte dann jene Zeit zu erreichen. Ich machte den gleichen Prozess durch, aber diesmal nicht, um zu gewinnen. Ich wusste, dass ich mit der Zeit, die ich mir vorgenommen hatte, ohnehin gewinnen würde. Was ich ja auch meistens geschafft habe. 

Sie halten sich nach Ihrem Rücktritt immer noch fit. Halten Sie damit ein Stück dieses alten Lebens fest?

Ich trainiere immer noch fast jeden Tag. Nach unserem Interview werde ich Konditionstraining machen. Ich möchte eigentlich mehr laufen, aber meine Knie und Gelenke lassen es nicht wirklich zu. Ich gehe auf den Crosstrainer. Morgens spiele ich unbedingt Golf. Ich schwimme ziemlich viel. Schwimmen ist für mich nun so etwas wie eine Therapie. Das Schwimmbecken ist für mich der Ort, wo ich Ruhe finde. Im Wasser finde ich die Möglichkeit, über manche Sachen nachzudenken und meine Gedanken zu ordnen. Deswegen trainiere ich wöchentlich mindestens zehn Stunden. Ich brauche das, um ich selbst sein zu können. Schließlich habe ich das über 20 Jahre lang gemacht. Schwimmen ist das, was ich im Leben am besten kenne. Wenn ich es komplett aufgeben würde, könnte ich nicht mehr ich selbst sein. 

Ich habe Ihr Buch No Limits: The Will to Succeed vom Ende der Nullerjahre gelesen. Seitdem ist einiges passiert. Können wir von Ihnen ein weiteres autobiographisches Werk erwarten? 

Ja. Ich werde bald die Arbeit an einem neuen Buch aufnehmen. Wenn ich mir die Bücher angucke, die zuletzt erschienen sind, glaube ich, dass ich diesmal ein bisschen tiefer bohren sollte. Ich stehe heute an einem ganz anderen Punkt. Vor allem bin ich mit dem Menschen, der ich heute bin, viel zufriedener. Ich plane ein Buch, das mit meiner Persönlichkeit und meinen Erlebnissen viel offener umgehen wird. Ich glaube, dass wird ein Abenteuer, das mir Spaß machen wird. Aber während ich die Tür zu solchen Erinnerungen öffne, werde ich bestimmt auch schwere und emotionale Momente erleben. Ich kann es kaum erwarten.

Geben Sie uns einen Vorgeschmack: Was werden Sie über die Zeit nach der Karriere schreiben? Wie ist es als Rentner? 

Ich habe mehr Zeit im Trockenen verbracht als im Wasser – zum ersten Mal in meinem Leben. Das ist eine völlig neue Erfahrung für mich und gar nicht so einfach zu begreifen. Vermutlich habe ich mehr Schwimmzüge im Wasser als Schritte auf festem Boden gemacht. Ich versuche zu lernen, wie man auf diesem Planeten außerhalb des Wassers leben kann. In Arizona führe ich ein eher terrestrisches Leben. Morgens bereite ich mit meinen Kindern Boomer und Beckett für meine Frau Nicole das Frühstück vor. Meistens koche ich auch tagsüber. Und ich genieße das sehr. Ich habe mich viel zu lange in meinem Leben nur auf das Schwimmen fokussiert. Jetzt lerne ich eine ganz andere Seite des Lebens kennen. Zumindest hoffe ich das.

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