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Leon Draisaitl: Noch ein Traum

Leon Draisaitl: Noch ein Traum

Leon Draisaitl ist heiß auf die Rückkehr aufs Eis. Der "Kufen-König" hat auch nach seiner Krönung zu Deutschlands Sportler des Jahres noch große Ziele.


Bowie kennt die Stärken von Leon Draisaitl ganz genau. Denn Bowie, ein Cavapoo und, wie Draisaitl versichert, "einer der besten Verteidiger", biss sich als Trainingspartner in der Corona-Pause mehrfach die Zähne an Deutschlands Sportler des Jahres aus. Wer also Fragen zur Form des NHL-Stars habe, müsse "meinen Hund fragen", sagt Draisaitl lachend.

Womöglich kennt Bowie auch das Erfolgsrezept, das Draisaitl als ersten Eishockeyspieler zum besten Einzelsportler des Jahres machte. Eine Auszeichnung, die Draisaitl "sehr, sehr stolz" entgegennahm. Es sei etwas ganz Besonderes, zwischen den "vielen genialen Sportlern" in Deutschland, "da ganz oben zu stehen", sagte der "Kufen-König" in einer Videoschalte, nachdem er bei der Gala im Kurhaus Baden-Baden ebenso wie die Ausnahme-Weitspringerin Malaika Mihambo geehrt worden war.

Beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) löste die Ehrung mit "historischer Dimension" große Euphorie aus. "Leon hat Geschichte geschrieben, das macht uns stolz", sagte DEB-Präsident Franz Reindl. Bundestrainer Toni Söderholm lobte den Nationalspieler "als Botschafter unseres Sports" - und auch Vater Peter Draisaitl war mächtig stolz. "Ich glaube nicht, dass es in Deutschland etwas Größeres gibt für Sportler als diese Auszeichnung", sagte der frühere Nationalspieler.



Noch nicht alles erreicht

Trotz der zahlreichen Erfolge in einem "unvergesslichen Jahr" hat der 25 Jahre alte Draisaitl noch viel vor. "Es gibt noch viele Ziele, die ich mit meinen Edmonton Oilers erreichen will", sagte der Stürmer kürzlich im Sportbuzzer-Interview: "Den Stanley Cup haben wir schließlich nicht gewonnen."

Draisaitl hatte die Hauptrunde als bester Punktesammler abgeschlossen, erhielt die Hart Memorial Trophy für den MVP und den durch die Spielergewerkschaft NHLPA verliehenen Ted Lindsay Award, doch die Trophäe, die er am liebsten berühren würde, blieb auch in der vielleicht besten Saison seines Lebens unerreichbar. "Ich hoffe, dass wir so schnell wie möglich wieder anfangen zu spielen", sagte er deshalb.

Ab dem 13. Januar darf Draisaitl auf dem Eis wieder um seinen großen Traum kämpfen. Die nordamerikanische Profiliga und die Spielervereinigung erzielten am Sonntag eine Einigung zu ihren ausgearbeiteten Plänen, die bis zum 8. Mai 56 Hauptrundenspiele für jedes Team vorsehen. Es wird eine Division mit allen sieben kanadischen Teams geben, aus jeder der vier Staffeln schaffen es vier Mannschaften ins Play-off-Achtelfinale.



Ohne Hilfe nicht möglich

Eine entscheidende Rolle bei den Oilers wird Draisaitl spielen. So sieht es die kanadische Legende Wayne Gretzky, die dem Deutschen die Entwicklung "von einem jungen Mann zu einem echten Anführer" bescheinigte. In seiner sportlichen Heimat Kanada gehört Draisaitl längst zu den Superstars.

Und auch in Deutschland ist der gebürtige Kölner spätestens seit der Ehrung am Sonntag das Gesicht seiner Sportart. "Ohne die Hilfe von vielen Menschen in meinem Leben ist das alles nicht möglich", sagte Draisaitl. Einen kleinen Anteil dürfte auch Bowie haben.

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