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Kai Havertz: Alle parshippen jetzt

Kai Havertz: Alle parshippen jetzt

Kai Havertz ist für viele das größte Talent Europas. Eines, das heftig angeflirtet wird – sogar von möglichen Konkurrenten. Die Leverkusener Dreifaltigkeit könnte bald nicht mehr widerstehen.


Inzwischen muss Kai Havertz nicht einmal spielen, damit man ihn lobt. "Ich bin ja doch in meinen letzten Zügen in der Nationalmannschaft noch in den Genuss gekommen, mit ihm auch trainieren und spielen zu dürfen. Und Kai Havertz ist ein extrem guter Spieler, wenn nicht sogar in dem Alter ein Top-Talent Europas", sagte Thomas Müller.

Der FC Bayern spielte gegen Eintracht Frankfurt, bezwang die Hessen mühsam mit 2:1 und sicherte sich das Ticket für das DFB-Pokalfinale in Berlin. Gegen Havertz‘ Leverkusener. Wenn Müller die „Jugendlichkeit“ Bayers lobt, lobt er allen voran Havertz. Dass da diverse Medien als Charmoffensive verstehen, ist verständlich. Auch wenn sich Müller wohl selbst einen Konkurrenten auf seiner Position in der zentralen Offensive zu den Bayern loben würde, kann auch der Münchener Routinier nicht widerstehen. Er parshippt wie viele andere, wenn es um Havertz geht.

Wende von der Wende?

Havertz, der am Donnerstag 21 Jahre alt wurde, ist längst da angekommen, wo es keinen anderen Weg gibt, anstatt so ein außergewöhnliches Talent zu loben. Dies sehen auch zig Klubs in Europa so und würden den Spielmacher Bayers gerne schon am Ende dieser Saison verpflichten. Wann dieses Ende auch sein mag.

Dass man in München grundsätzlich Interesse hat, sickert ja immer wieder durch. Weil Uli Hoeneß neulich anders klang, ging man davon aus, dass die Bayern Havertz nicht wollen. Und weil jetzt in München wieder Richtung Havertz gelobt wird, spricht man im Boulevard von „Wende“ im Fall Havertz. Obwohl es eigentlich vorher gar nicht anders war.

Calmund weiß Bescheid

So oder so. Irgendwann werden die Leverkusener ihren Goldjungen wohl verkaufen müssen, auch wenn Simon Rolfes sagt, dass man ihn gerne halten würde. Der Bayer-Sportdirektor klingt da ganz wie Rudi Völler, der Havertz auch gerne weiter beim Werksklub sehen würde. Die Werksherren wissen aber auch, dass ihr geliebter Spielmacher nur noch bis 2022 Vertrag hat. Wenn sie teuer verkaufen wollen, dann jetzt. „So ist das Geschäft“, würden jetzt Kenner sagen.

Einer dieser Kenner ist nachweislich Reiner Calmund, der lange Jahre bei Bayer Leverkusen arbeitete und wahrscheinlich noch einen guten Draht zu seinem Ex-Klub hat. Deswegen hat es auch Gewicht, und das ist keine Anspielung, wenn er bei „ntv“ Folgendes zu Havertz sagt: "Der Transfermarkt wird sich etwas beruhigen und die Leverkusener haben die Vorstellung 100 Millionen für ihn zu kassieren. Die Leverkusener Dreifaltigkeit hat entschieden, wir verkaufen den nicht für einen billigeren Preis.“

Barcelona will, aber...

Mit "Dreifaltigkeit" meint Calmund die Leverkusener Geschäftsführer Rudi Völler und Fernando Carro sowie Aufsichtsratschef Werner Wenning, "der über die Zahlen guckt. Wenn der genau wie die anderen zwei sagt, wir werden nicht für billiger verkaufen, dann ist das ein unumstößliches Gesetz. So geht Leverkusen damit auf dem Markt um", sagte Calmund. 

Calmund spricht dann auch von seinem Wissen, dass der FC Barcelona Interesse hat. Für die Katalanen würde eine Havertz-Verpflichtung aber "nicht möglich sein, die haben nicht genügend Kohle", sagte Calmund. "Ich weiß von Entscheidungsträgern aus Barcelona, dass man den gerne hätte, aber dass man dafür gerne ein paar Spieler eintauschen würde. Diese Spieler haben hohe Gehaltsforderungen, das wird Bayer Leverkusen nicht mitmachen."

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Deutsche Tradition bei Chelsea

Diverse Medien wissen auch vom Interesse des FC Chelsea, das mit Timo Werner erst neulich auf dem deutschen Bazar zugeschlagen hat und in der Historie mit Deutschen wie Michael Ballack, Robert Huth, aktuell Antonio Rüdiger, immer ganz gute Erfahrung gemacht hat.  Doch kann sich Chelsea einen Spieler leisten, den sich der FC Barcelona nicht leisten kann? Fragen über Fragen.

Einer kann sich ganz beruhigt zurücklegen und warten, was passiert. Kai Havertz selbst. Der Youngster hat selbst seine Mini-Krise aus der Hinrunde, als er ausnahmsweise mal nicht jede Woche zauberte, ausgedribbelt und strotzt vor Elan. Wenn nicht mit ihm flirten, mit wem dann?

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