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Was wird aus Jadon Sancho?

Was wird aus Jadon Sancho?

Die Entscheidung über die Zukunft von Jadon Sancho bei Borussia Dortmund steht unmittelbar bevor. Bis zum Wochenende muss Manchester United ein Angebot über 120 Millionen Euro abgeben.


Jadon Sancho ließ sich nichts anmerken. Konzentriert lauschte er beim Training am Donnerstag den Anweisungen von Lucien Favre, in einer Trinkpause scherzte er mit seinen Mitspielern. Doch der Millionen-Poker um den englischen Jungstar befindet sich auf der Zielgeraden. Am Wochenende fällt die Entscheidung über Sanchos Zukunft.

Die Verantwortlichen von Vizemeister Borussia Dortmund haben den Druck auf Manchester United noch einmal erhöht. "Ich gehe davon aus, dass Jadon am Montag mit ins Trainingslager fährt und die kommende Saison bei uns spielt", sagte Sportdirektor Michael Zorc derSüddeutschen Zeitung.



Kein Kontakt

Trotz des offensichtlich intensiven Werbens des englischen Rekordmeisters habe es bisher "keinerlei Kontakt" zwischen den Vereinen gegeben, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, "auch nicht indirekt oder über angebliche Mittelsmänner". Nach dem Aufbruch des BVB ins Trainingslager am 10. August nach Bad Ragaz/Schweiz werde es "keinen Sancho-Wechsel mehr in dieser Saison geben".

DieBild-Zeitung hatte zuletzt vermeldet, Sancho (20) sei sich mit den Red Devils über einen Fünfjahresvertrag einig. Der Kontrakt könnte ihm bis zu 17,6 Millionen Euro pro Saison einbringen. Als Ablöse hatten die Dortmunder 120 Millionen Euro aufgerufen. "Es hat nie ein Angebot für Jadon gegeben", betonte Watzke, "aber es gibt von uns halt prophylaktisch die Ansage, was mindestens gezahlt werden müsste".



"Sollte Jadon gehen..."

Sancho, der noch einen Vertrag bis 2022 bei den Schwarz-Gelben besitzt, war 2017 von Manchester City für rund acht Millionen Euro nach Dortmund gewechselt. Sein Abgang wäre beim Angriff auf Serienmeister Bayern München ein herber Verlust. In 99 Pflichtspielen für Dortmund erzielte der englische Nationalspieler 34 Tore und bereitete 43 Treffer vor. Zudem verließ schon Achraf Hakimi den BVB. Sollte Sancho auch noch wechseln, würde dem Favre-Team wahnsinnig viel Tempo verloren gehen.

Für den Fall der Fälle wäre der BVB aber vorbereitet. "Sollte Jadon gehen, würden wir im Offensivbereich noch einmal tätig werden", hatte Zorc bereits angekündigt: "Es gibt sicherlich den einen oder anderen Spieler, den wir im Visier haben." Am Sonntagabend wird wohl feststehen, ob der BVB in Verhandlungen mit Sancho-Nachfolgern einsteigen muss.

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