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"Gündooogoal" in der Form seines Lebens

"Gündooogoal" in der Form seines Lebens

Der Siegeszug von Manchester City ist eng mit Ilkay Gündogan verbunden. Vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Borussia Mönchengladbach befindet sich der Nationalspieler in der Form seines Lebens.


Den neuen Spitznamen bekam Ilkay Gündogan von seinem Kumpel Leroy Sane verpasst. "Gündooogoal", schrieb der Bayern-Star bei Instagram über seinen früheren Mitspieler bei Manchester City. Seine neue Rolle als Torjäger bereitet Gündogan richtig Spaß. Aber "auch unabhängig davon fühle ich mich derzeit richtig gut", sagte der 30-Jährige zuletzt im SID-Gespräch.

Gündogan befindet sich vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Borussia Mönchengladbach am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) in Budapest in der Form seines Lebens. "Es ist unglaublich, wie gut er ist. Er ist außergewöhnlich, eine der besten Verpflichtungen der Klubgeschichte", schwärmte Teammanager Pep Guardiola.

Bei 19 Einsätzen in der Premier League erzielte Gündogan bereits elf Treffer - mehr als jeder andere im Star-Ensemble des souveränen Tabellenführers. "Im Moment läuft es ganz gut für mich", sagte der Nationalspieler bescheiden.

Guardiola lässt Gündogan inzwischen auf einer etwas offensiveren Position im Mittelfeld spielen. Von dort stößt der ehemalige Dortmunder immer wieder in die Tiefe und sorgt damit für Überraschungsmomente. Die schier unglaublichen 18 Pflichtspielsiege in Serie sind eng mit der Hochform Gündogans verbunden. Auch in der Königsklasse traf er in fünf Begegnungen schon zweimal.



"Richtig auf Hochtouren"

Eine Erklärung für seinen Höhenflug hat Gündogan nicht. "Wenn ich ganz ehrlich bin: Ich weiß es nicht", sagte er schmunzelnd. Der Motor laufe nach dem schwächeren Herbst einfach "richtig auf Hochtouren".

Zehn Punkte beträgt der Vorsprung nach dem 1:0 beim FC Arsenal auf den Stadtrivalen Manchester United. "Wahnsinnige Defensivarbeit von allen", twitterte Gündogan danach. In 25 Ligaspielen hat der Ex-Meister erst 15 Gegentore kassiert. "Ich denke nicht, dass wir selbst in den Meisterjahren so eine Stabilität hatten", sagte Gündogan, der sich aufgrund seiner überragenden Verfassung auch für die Nationalmannschaft in Position bringt: "Natürlich strebe ich für die EM einen Stammplatz an - egal in welchem System."

In der Premier League wurde er zuletzt als dritter deutscher Profi nach Jürgen Klinsmann (August/1994) und Sane (Oktober/2017) zum Spieler des Monats gewählt. Die Auszeichnung sei ihm "eine Ehre" gewesen, betonte Gündogan.



Kaum noch vor der Haustür

Er überzeugt aber nicht nur mit seinen Leistungen auf dem Platz. Seit er selbst schwer an Corona erkrankt war, setzt er sich glaubhaft gegen eine Verharmlosung des Virus ein - zuletzt sogar im Auftrag von Gesundheitsminister Jens Spahn.

"Mir ist es ein Anliegen, offen darüber zu sprechen, da ich als Fußball-Nationalspieler möglicherweise ein paar Leute mehr erreichen und warnen kann als vielleicht andere Personen", sagte Gündogan über die Aufklärungskampagne "#IchHatteCorona".

Gündogan hat die Erkrankung als "sehr beängstigend" empfunden. Durch seine COVID-19-Erfahrung habe sich auch seine Sichtweise auf die Pandemie völlig verändert. Er gehe privat "kaum noch vor die Haustür", berichtete er, und lebe grundsätzlich "verantwortungsvoller".

Mehr Verantwortung übernimmt er inzwischen auch auf dem Rasen.

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