Die besten Storys schreibt der Sport.

Bayerns Träume und Rooooobert

Bayerns Träume und Rooooobert

Der FC Bayern träumt vom nächsten Titel: Damit das Triple gelingt, muss auch Robert Lewandowski seine herausragende Saison fortsetzen. 


Er hat bislang eine herausragende Saison gespielt, keine Frage. 34 Treffer in der Bundesliga, elf in der Champions League, sechs im DFB-Pokal. Robert Lewandowski wandelte auf den Spuren des einzigartigen Gerd Müller, durfte schon zum fünften Mal die Kanone für den besten Torjäger der höchsten deutschen Spielklasse mit nach Hause nehmen und ist bei einer kicker-Umfrage unter seinen Berufskollegen gerade mit großer Mehrheit zum Saisonbesten gewählt worden.

Doch all das zählt ab Samstag nicht mehr. Die Saison von Bayern München und damit von Robert Lewandowski beginnt nun schon zum dritten Mal nach der Corona-Zwangspause sowie der spielfreien Zeit im Anschluss an den Sieg im Endspiel des DFB-Pokals am 4. Juli gegen Bayer Leverkusen (4:2): Das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Chelsea (Samstag, 21.00 Uhr) ist dabei der erste von vier nötigen Schritten auf dem Weg zum angestrebten zweiten Triple.



Gerne mal Weltfußballer

Von Lewandowski wird es abhängen, ob der FC Bayern sein Ziel erreicht. Zugleich kann sich der Pole damit auch selbst einen Gefallen tun: Ein Titel in der Königsklasse dürfte sich auch positiv auf die Beurteilung seiner individuellen Leistungen auswirken, etwa auf eine Wahl des Fußball-Weltverbandes FIFA zum Weltfußballer, bei der seit 2008 immer Cristian Ronaldo und Lionel Messi ausgezeichnet wurden - ausgenommen das Jahr 2018, als Luka Modric (Kroatien) den Titel gewann.

"Wenn Sie mich fragen, ob ich irgendwann gerne Weltfußballer wäre? Selbstverständlich!", hat Lewandowski kürzlich bekannt. Die Chance war nie so groß wie in diesem Jahr, allerdings: Im Kampf um den Goldenen Schuh für Europas besten Torjäger verlor Lewandowski gegen den ehemaligen Dortmunder Ciro Immobile (36 Treffer). Außerdem wird es in diesem Jahr keinen Goldenen Ball (Ballon d'Or) geben: Die prestigeträchtige Weltfußballer-Wahl der französischen Zeitschrift France Football fällt aus.



Dieser Ruf

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bedauerte die Entscheidung des französischen Fußball-Fachblatts. "Er", also Lewandowski, "spielt vielleicht die beste Saison seiner Karriere. Er hätte es in diesem Jahr verdient." Rummenigge hat deshalb an die FIFA appelliert: Wenigstens der Weltverband, so sein Anliegen, solle doch einen Weltfußballer küren, wie auch immer. Auch in der Corona-Saison solle es einen Besten geben. Die FIFA hat Entgegenkommen signalisiert.

Freilich muss Lewandowski nun auch selbst dazu beitragen, dass sein Name im Gespräch bleibt. Bislang stand der 31-Jährige im eher zweifelhaften Ruf, in wichtigen Spielen nicht zu treffen. In seinen 26 K.o.-Spielen in der Königsklasse für die Bayern erzielte Lewandowski zwölf Tore, fünf davon in zwölf Spielen ab dem Viertelfinale. Beim 3:0 gegen Chelsea im Hinspiel traf er erstmals nach zuvor sieben K.o.-Spielen ohne Torerfolg. Seine Gesamtbilanz: 86 Champions-League-Spielen, 64 Treffer.

Trainer Hansi Flick ist allerdings keiner, der an Lewandowski zweifelt: "Er ist vor dem Tor der kompletteste Spieler und hat alles, was man als Stürmer braucht." Lewandowski wiederum ist der Meinung, dass es "noch besser" geht. Er sei "vielleicht bei 90 Prozent", sagte er Sport Bild und betonte: "Ich möchte meine eigenen Grenzen noch überschreiten." Die Tage bis zum Champions-League-Finale in Lissabon am 23. August wären dafür der ideale Zeitraum.

Auf allen Endgeräten verfügbar: Das Socrates-ePaper

Hol dir die neue Ausagbe mit Boateng, Podolski und Co.

Diese Website verwendet Cookies – nähere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung am Ende der Seite. Klicken Sie auf „Ich stimme zu“, um Cookies zu akzeptieren und direkt unsere Website besuchen zu können.

Weitere Informationen OK