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Draisaitl: "Wäre das Größte für mich"

Draisaitl: "Wäre das Größte für mich"

Leon Draisaitl ist heiß auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Nach dem verpassten Silbermedaillencoup 2018, kann er seinen olympischen Traum 2022 endlich ausleben.


Leon Draisaitl freut sich auf einen Sommer voller Heimspiele um den Stanley Cup, seinen größten Traum will sich der Superstar der Edmonton Oilers aber 2022 in Peking erfüllen. „Bei den Olympischen Spielen für Deutschland zu spielen, wäre das Größte für mich“, sagt er. Nachdem Draisaitl beim Silbercoup 2018 in Südkorea noch gefehlt hatte, ist der Weg zu olympischen Ehren nun frei.

Der neue Tarifvertrag der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL und der Spielergewerkschaft NHLPA macht es dem gebürtigen Kölner möglich. Der Kontrakt sichert Topscorer Draisaitl und den Superstars der besten Eishockey-Liga der Welt zu, dass sie 2022 in China und 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo um olympisches Gold kämpfen dürfen.

Jegliches olympisches Gefühl blieb Draisaitl bislang verwehrt. Das Drama vor zwei Jahren in PyeongChang, bei dem der DEB-Auswahl nur 55,5 Sekunden zu einer der größten Sensationen der Eishockey-Geschichte fehlten, musste er vor dem Fernseher ertragen – die NHL hatte die Winterspiele nach einem Streit mit dem Weltverband IIHF boykottiert.



Bevor sich Draisaitl seinen Olympia-Traum erfüllen kann, bekommt er in diesem Sommer die Chance, sich unwiderruflich in den Geschichtsbüchern seiner Oilers zu verewigen. Nach der Einigung der Spielergewerkschaft NHLPA mit der Liga steht dem Neustart der Saison am 1. August nichts mehr im Weg. So richtet sich Draisaitls Fokus in den kommenden Monaten auf die Jagd nach dem Stanley Cup – und das sogar in heimischer Halle.

Edmonton erhielt mit dem Rogers Place als sogenannte Hub-City den Zuschlag für die Ausrichtung der Play-off-Spiele der zwölf Klubs der Western Conference. Die Teams aus dem Osten spielen ebenfalls unter strengsten Hygienemaßnahmen und ohne Fans in Toronto ihren Finalteilnehmer aus.

Darüber hinaus wurde in den Verhandlungen zwischen Liga und Spielergewerkschaft beschlossen, dass das Salary Cap von derzeit 81,5 Millionen US-Dollar sowie das Mindestgehalt und das maximale Einstiegsgehalt eines NHL-Profis jährlich stufenweise erhöht werden, sofern die Einnahmen der Liga gewisse Schwellenwerte überschreiten.

Davon könnten auch die deutschen Talente Tim Stützle und Lukas Reichel profitieren. Der für die beiden DEL-Profis relevante Draft wird am 9. und 10. Oktober nachgeholt. Zuvor muss aber erst der Meister der am 12. März unterbrochenen Saison ermittelt werden. Ab Montag beziehen die Teams dafür ihre Trainingscamps, ab dem 1. August startet die Qualifikation.

Draisaitl wird mit den Oilers erst in der im Best-of-Five-Modus ausgetragenen Hauptrunde ab dem 11. August ins Geschehen eingreifen. Die Finalserie beginnt am 22. September in Edmonton. Draisaitl darf auf die prestigeträchtige Auszeichnung als wertvollster Spieler der Saison hoffen - und auf den Gewinn des Stanley Cup. „Das Größte“ würde aber selbst bei maximalem Erfolg noch immer vor ihm liegen.

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