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Füße bleiben unten

Füße bleiben unten

Alexander Zverev hat nach aufreibenden Wochen bei den US Open keine Gelegenheit, die Füße hochzulegen. Die French Open stehen an, und die deutsche Nummer muss sich schnell wieder auf Sand einfinden.


Alexander Zverev näherte sich Europa nach dem aufwühlenden USA-Trip voller positiver Energie. "Stärker denn je und mit Hunger auf mehr" verlasse er New York, hatte der beste deutsche Tennisspieler am späten Montagabend geschrieben, bevor er sich mit dem Flieger auf den Weg gen Heimat machte. Auf zu neuen Zielen.

Die Kraft und den Hunger, den Zverev nach seinem ersten Finaleinzug bei einem Grand-Slam-Turnier verspürte, wird er in den kommenden Wochen brauchen, an eine schöpferische Pause nach den US Open ist nicht zu denken. Es geht weiter, spätestens am 27. September, wenn in Paris die French Open beginnen. Auf Sand, Zverev muss sein Spiel also neu justieren.



Ein wenig Ruhe

Ursprünglich hatte der 23-Jährige vor, dies auch mithilfe des Masters in Rom zu schaffen, doch nach seinem Finaleinzug in New York sagte er seine Teilnahme ab. Sollte Deutschlands Nummer eins der Sinn nach Spielpraxis vor dem dritten Grand Slam des Jahres stehen, bliebe ihm nur noch ein Auftritt in seiner Heimat Hamburg. Die European Open am Rothenbaum starten am kommenden Montag mit fünf Spielern aus den Top 10 der Weltrangliste.

Natürlich hätten die Veranstalter Zverev liebend gerne als Zugpferd dabei. Auf SID-Anfrage betonte Turnierdirektorin Sandra Reichel jedoch zunächst, die beiden Hauptprotagonisten nach der "sensationellen Tennisnacht" von New York "erstmal ein wenig in Ruhe" zu lassen. Auch auf Aufschläge von Dominic Thiem, dem Champion von New York, hoffte sie offenbar noch leise. 

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Konkurrenz wird größer

Doch daraus wird nichts. Während Zverevs Planungen bis zu den French Open noch nicht bekannt sind, wird Thiem kein anderes Turnier vor Paris mehr spielen, das sagte er der New York Times. "Also das überrascht mich nicht, das war ein sehr intensives Turnier", sagte Reichel am Dienstag. Thiem braucht ein paar Tage Abstand, weniger aus körperlichen Gründen. "Die andere Sache ist, es emotional, mental zu verarbeiten", sagte Thiem. Das gilt auch für Zverev, der bei der Fünfsatz-Niederlage in New York phasenweise schon wie der Sieger ausgesehen hatte.

Doch die Erfahrung gilt es nun abzuhaken und den Blick nach vorne zu richten. Denn die Konkurrenz wird in Frankreich noch einmal deutlich größer sein. Der Weltranglistenerste Novak Djokovic brennt nach seiner Disqualifikation bei den US Open auf Wiedergutmachung, der spanische Sand-Dominator Rafael Nadal wird zudem wieder am Start und der Top-Favorit sein.

Und es kann auch etwas dauern, sich auf der roten Asche wieder wohl zu fühlen. Das merkten Angelique Kerber und Jan-Lennard Struff am Dienstag. Die frühere Weltranglistenerste verlor in Rom glatt in der ersten Runde gegen die ungesetzte Tschechin Katerina Siniakova 3:6, 1:6, Struff unterlag dem Argentinier Federico Coria ebenfalls in zwei Sätzen. Bis Paris sind es keine zwei Wochen mehr.

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